Herzlich willkommen im Tagungsforum der DGUF! Unsere Vortagung endete zum 10. Juni. Alle Beiträge können weiterhin gelesen, aber nicht mehr kommentiert werden

Wir danken Allen herzlich für die intensiven, lehrreichen, spannenden Debatten und hoffen, Sie auch auf der Präsenztagung am 04. Juli in Mainz begrüßen zu dürfen.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier "DGUF Tagungsprogramm 2017"


Die Zusammenfassungen zu den einzelnen Sektionen finden Sie hier: Zwischenergebnisse der Sektionen und Themen

Hinweis: Wir schützen Ihre Daten! Alle Administratoren & Moderatoren mit Einblick in personenbezogene Daten haben eine Verpflichtung auf das Datengeheimnis nach § 5 BDSG unterschrieben und sind zu deren Geheimhaltung verpflichtet.

1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Nimmt ein Berufsverband Individuen oder Firmen auf, wie funktioniert seine Qualitätssicherung und wie sollen regionale Eigenheiten reflektiert werden? Sind Studierende und Berufsanfänger ebenso Teil eines Berufsverbandes und welche Parteien, die nicht Teil des Verbandes werden, müssen gleichwohl berücksichtigt werden?
Das Forum ist abgeschlossen, die Beiträge können jederzeit gelesen, aber nicht mehr kommentiert werden.
Benutzeravatar
Kristin Oswald
Moderator
Beiträge: 42
Registriert: Do 26. Jan 2017, 21:12
Beruf / Arbeitsstelle: Online-Redaktion/ Wissenschaftskommunikation/ Fachjournalismus
Bundesland: Thüringen
Hat sich bedankt: 44 Mal
Danksagung erhalten: 123 Mal
Kontaktdaten:

1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Kristin Oswald » So 2. Apr 2017, 20:10

Sind Auszubildende, Studierende und in Fortbildung befindliche Berufsanfänger wie Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Diese Sektion debattiert die Frage, ob auch diejenigen Teil eines Berufsverbandes sein sollten, die einen archäologischen Beruf anstreben, ihn aber noch nicht oder erst in Anfängen ausüben. Für mich persönlich ist die klare Antwort: selbstverständlich.

Ich empfinde die Antwort deshalb als klar, weil ich nur Vorteile darin sehe, Auszubildende, Studierende, Praktikanten oder Volontäre aufzunehmen.

Zum einen hat es natürlich Vorteile für die „Jung-Archäologen“ selbst. In anderen Sektionen dieses Forums wurde beispielsweise angesprochen, dass die universitäre Ausbildung oft sehr theoretisch sei und zu wenig grundlegende Informationen zu den verschiedenen Praxisbereichen und Rahmenbedingungen einer Berufstätigkeit in der Archäologie vermitteln würde. Gleichzeitig ist es schwierig, im Rahmen eines Studiums umfassend in die Vielzahl an möglichen Beschäftigungsfeldern einzuführen, abzubilden, welche Kompetenzen es für welchen Bereich braucht, oder etwa zu vermitteln, woran man z.B. ein gutes Volontariat erkennt. Hier könnte ein Berufsverband helfen, Lücken zu füllen und dem Nachwuchs grundlegende und aktuelle Informationen über die Berufspraxis bereitstellen.

Zum anderen könnte die Mitgliedschaft von Studierenden, Praktikanten oder Volontären auch für Arbeitgeber positive Aspekte mit sich bringen. Nicht nur, weil Berufsanfänger schon besser über die Arbeitsrealität informiert wären, sondern auch, weil der Nachwuchs oft auch einen anderen Blick auf Strukturen, Abläufe und Herangehensweisen mitbringt. Nicht grundlos sind es etwa oft Volontäre, die in Museen die digitalen Kanäle betreuen. Berufsanfänger haben stets einen anderen Blick auf die Welt als die Generationen vor ihnen – einen Blick, der aktuelle Entwicklungen ins Auge fasst und ihnen leichter Rechnung zu tragen vermag. Dieser Blick wird in den Denkmalämtern, Museen und Universitäten durchaus geschätzt. Ein Berufsverband könnte ihn auch über die einzelnen Einrichtungen hinaus einfangen und reflektieren.

Aus meiner Sicht steckt also viel Potenzial in der Mitgliedschaft von Auszubildenden, Studierenden, Praktikanten oder. Wie genau eine solche Mitgliedschaft aussehen und was sie umfassen sollte, müsste natürlich genauer besprochen werden. Aber nicht umsonst ist sie in den meisten anderen Verbänden bereits möglich. Und obwohl ich lange darüber nachgedacht habe, sind mir keine wirklichen Nachteile eingefallen. Deswegen bin ich gespannt auf die Diskussion.

Viele Grüße,
Kristin Oswald
Kristin Oswald, M.A.
studierte Alte Geschichte, Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte an der FSU Jena
arbeitet als Online-Redakteurin & in der Wissenschaftskommunikation
bloggt unter kristinoswald.hypotheses.org

Benutzeravatar
Alexander Kisslinger
Beiträge: 2
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 17:43
Beruf / Arbeitsstelle: Student
Bundesland: Bayern
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Alexander Kisslinger » Di 4. Apr 2017, 20:35

Liebe Kristin Oswald,

mit Sicherheit würden Studierende als Mitglieder einem möglichen BV viele Vorteile bringen, den größten natürlich in der potentiellen zusätzlichen Mitgliederzahl. Jedoch erscheint es mir fraglich, ob ein derart "offener" BV nicht bei möglichen Arbeitgebern an Glaubhaftigkeit einbüßt. Für die Studierenden selber wäre es vielleicht ein Nachteil noch kein Mitglied sein zu können, jedoch auch kein übermäßiger. Hier spreche ich nun aus eigener Erfahrung (ich bin selbst noch Student im Bachelor), wenn ich sage, dass mir als Student maximal in der vorlesungsfreien Zeit genügend Freiraum für sinnvolles Arbeiten auf Grabung bleibt und auch hier nur, wenn ich nicht durch Projekte seitens der Uni eingespannt bin (die Universität als Arbeitgeber klammere ich hier aus).

Möglicherweise wäre ein Kompromiss in Form eines zusätzlichen (in Ermangelung eines besseren Wortes) Grades innerhalb der Mitgliederstruktur eines möglichen BV zu finden, der den Studierenden (sowie Auszubildende, Praktikanten, ...) bis zu ihrem Abschluss dennoch die Vorteile einer Mitgliedschaft bietet ohne dass der BV Gefahr läuft an Seriösität einzubüßen, weil die Hälfte der Mitglieder noch keinen Ausbildungsgrad vorweisen kann (das Thema Zertifizierung etc. klammere ich mit Verweis auf IV.5 aus).

Liebe Grüße
Alexander
Student der LMU München
am Institut für Vor- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie
im 6. Fachsemester BA

Benutzeravatar
Sascha Piffko
Moderator
Beiträge: 92
Registriert: Do 26. Jan 2017, 17:07
Beruf / Arbeitsstelle: Archäologe, SPAU
Bundesland: Hessen
Hat sich bedankt: 129 Mal
Danksagung erhalten: 322 Mal
Kontaktdaten:

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Sascha Piffko » Di 4. Apr 2017, 22:25

Ich selbst als Arbeitgeber würde es sehr begrüßen, wenn auch Studenten bereits Mitglieder im Berufsverband werden. Es zeigt Interesse und Ernsthaftigkeit der Absicht ein "berufstätiger Archäologe" zu werden.
Ein Berufsverband kann wichtige berufliche Infos an Mitglieder weitergeben, vielleicht auch über Berufsaussichten, offene Stellen, Praktikumsmöglichkeiten,..., kann vielleicht sogar berufspraktische Ausbildungsmodule an Unis anbieten.
Viele Studierende sind Angestellte an ihren Instituten, bilden bei einigen Grabungsfirmen und Ämtern das Rückgrat der Grabungsmannschaft. Warum sollten gerade diese Leute nicht Mitglied sein und mitreden können?
Die Auszubildenden und Studenten sind die Zukunft unseres Berufes. Deswegen müssen sie eingebunden sein und sich auch einbinden wollen.
Forschung und Denkmalschutz darf nicht zu Lasten der Forscher und Denkmalschützer gehen.
SPAU - Grabungsfirma in Hessen

Jens-M. Barke
Beiträge: 23
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 20:20
Beruf / Arbeitsstelle: Archäologe
Bundesland: Bayern
Hat sich bedankt: 186 Mal
Danksagung erhalten: 77 Mal

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Jens-M. Barke » Di 4. Apr 2017, 22:59

Natürlich sollen sie dabei sein. Alles andere wäre elitär. Es wird sicher nicht möglich sein frische Student*innen als qualitätsgeprüfte Mitglieder aufzunehmen, aber das gute Beispiel CIfA hat auch für "students" einen Platz.
Besonders überzeugt hat mich aus persönlicher Erfahrung Frau Oswalds Argument: "weil der Nachwuchs oft auch einen anderen Blick auf Strukturen [etc. hat]".

An anderer Stelle hatten wir allerdings einen Mitgliedsbeitrag als notwendig eruiert, der für Studenten (ebenso wie für normal-prekär in der Archäologie Beschäftigte, Arbeitslose etc. ) äußerst abschreckend sein dürfte. Also brauchen wir dann einen Sonderbeitrag für diese "Randgruppen", die wahrscheinlich die Masse der Mitglieder stellen könnten.

Benutzeravatar
Jasmin Rauhaus
Moderator
Beiträge: 25
Registriert: Mo 30. Jan 2017, 21:54
Beruf / Arbeitsstelle: Archäologin
Bundesland: Baden-Württemberg
Hat sich bedankt: 120 Mal
Danksagung erhalten: 65 Mal
Kontaktdaten:

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Jasmin Rauhaus » Mi 5. Apr 2017, 10:10

Ich schließe mich den Ausführungen von Kristin ausnahmslos an, so habe ich auch schon mehrfach betont, dass der Nachwuchs den Arbeitsmarkt und seine Anforderungen sehr viel besser im Blick hat als viele Etablierte. Damit bietet die Mitwirkung von Studierenden, Volos und Doktoranden großes Potenzial hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, aber auch in der Mitgestaltung von Inhalten im Studiengang. Zum anderen ist es gut, wenn durch eine Mitgliedschaft den Jungen eine Möglichkeit geboten wird auch Verantwortung zu übernehmen. Ich denke wir lernen viel zu früh, dass uns angeblich die Hände gebunden sind wenn es um Veränderung und Mitwirkung geht. Das würde sich ändern und könnte damit nachhaltig eine Veränderung innerhalb der Archäologie begünstigen (Strukturen öffnen).
In anderen Verbänden gibt es auch eine Staffelung der Mitgliedsbeiträge. Ich denke für Erwerbslose, langzeitig prekär Beschäftigte und Studierende sollte es doch möglich sein einen zumutbaren Mitgliedsbeitrag zu bemessen. In den Gewerkschaften richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen. Daran könnte man sich anlehnen? Bei ver.di zahlen Studierende im Monat ca. 2,50 Euro - das ist vielleicht für die Gründung eines Verbandes in der Archäologie zunächst zu wenig, aber z.B. 5 Euro/Monat bekommt jeder zusammen. Aufs Jahr gesehen wären das auch immerhin 60 Euro. Ich finde es hier wichtig, nicht nur jährliche Zahlungsweise anzubieten, sondern auch für das halbe Jah oder Quartal. Es fühlt sich anders an, wenn ich 15 Euro berappen muss anstelle von 60 Euro auf einen Schlag.
Jasmin Rauhaus M.A. (Ur- und Frühgeschichte)
Archäologie - Kommunikation - Gesellschaft

Benutzeravatar
Sophie Rotermund
Moderator
Beiträge: 58
Registriert: Do 26. Jan 2017, 11:57
Beruf / Arbeitsstelle: Studierende
Bundesland: Hamburg
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Kontaktdaten:

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Sophie Rotermund » Mi 5. Apr 2017, 11:34

Lieber Alexander Kisslinger,

Hier spreche ich nun aus eigener Erfahrung (ich bin selbst noch Student im Bachelor), wenn ich sage, dass mir als Student maximal in der vorlesungsfreien Zeit genügend Freiraum für sinnvolles Arbeiten auf Grabung bleibt und auch hier nur, wenn ich nicht durch Projekte seitens der Uni eingespannt bin (die Universität als Arbeitgeber klammere ich hier aus).
Möglicherweise wäre ein Kompromiss in Form eines zusätzlichen (in Ermangelung eines besseren Wortes) Grades innerhalb der Mitgliederstruktur eines möglichen BV zu finden, der den Studierenden (sowie Auszubildende, Praktikanten, ...) bis zu ihrem Abschluss dennoch die Vorteile einer Mitgliedschaft bietet ohne dass der BV Gefahr läuft an Seriösität einzubüßen, weil die Hälfte der Mitglieder noch keinen Ausbildungsgrad vorweisen kann (das Thema Zertifizierung etc. klammere ich mit Verweis auf IV.5 aus).
Ich bin ebenfalls Studentin im Bachelor, der sich tatsächlich unter Anderem aus meiner Arbeit in Fachgremien heraus etwas hinausgezögert hat.
Aber(!) trotzdem habe ich die Zeit gefunden und finde sie fast tagtäglich um diese Tagung mit zu moderieren und sie mit aufzubauen (auch wenn ich die letzten Wochen eher im Hintergrund gearbeitet habe).

Komm trau uns doch einbisschen mehr Verantwortung zu. Alle, die auch nach dem Studium innerhalb der Archäologie arbeiten wollen müssen und sollten ein Interesse an der Mitgestaltung der beruflichen Zukunft haben und bitteschön, wenn uns schon angeboten wird ein vollwertiges Mitglied innerhalb eines BV zu werden, dann lass und die Chance nutzen!

Das heißt ja nicht, dass du dich jeden Tag 5 Stunden für den BV engagieren musst.

Und ich verstehe den Aspekt nicht, dass ein BV an Seriösität einbüßen würde, sofern Studierende mit beteiligt wären?

Liebe Grüße,
Sophie

Benutzeravatar
Jasmin Rauhaus
Moderator
Beiträge: 25
Registriert: Mo 30. Jan 2017, 21:54
Beruf / Arbeitsstelle: Archäologin
Bundesland: Baden-Württemberg
Hat sich bedankt: 120 Mal
Danksagung erhalten: 65 Mal
Kontaktdaten:

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Jasmin Rauhaus » Mi 5. Apr 2017, 11:42

Komm trau uns doch einbisschen mehr Verantwortung zu. Alle, die auch nach dem Studium innerhalb der Archäologie arbeiten wollen müssen und sollten ein Interesse an der Mitgestaltung der beruflichen Zukunft haben und bitteschön, wenn uns schon angeboten wird ein vollwertiges Mitglied innerhalb eines BV zu werden, dann lass und die Chance nutzen!

Das heißt ja nicht, dass du dich jeden Tag 5 Stunden für den BV engagieren musst.

Und ich verstehe den Aspekt nicht, dass ein BV an Seriösität einbüßen würde, sofern Studierende mit beteiligt wären?
Ich persönlich denke, dass es ganz wichtig ist was du hier sagst Sophie. Es ist davon auszugehen und völlig normal, dass sich nicht jeder interessieren und engagieren wird. Aber ein Teil ist auch während des BA-Studiums schon ganz heiß auf das Thema. Das ist auch gut so. Mitgestalten kann nur der, der sich einbringt und äußert.

Auch ich kann nicht verstehen, dass es unseriös wäre Studierende einzubeziehen. Zeichnet sich hier nicht genau das ab, was auch ich beschreibe? Studierende fühlen sich klein, nicht mündig, unfähig und unerwachsen?! Das ist doch quatsch, jeder der daheim auszieht und ein Studium beginnt, seinen Haushalt selbst macht und Rechnungen bezahlt, ist als erwachsen einzustufen. Ich verstehe, dass sich viele es nicht zutrauen einen kompletten Überblick über die Themen zu haben. Aber das macht doch nichts, jeder soll sich bei seinen Themen einbringen und gut ist es. Und genau das ist es, Studierende sollen sich mehr zutrauen und sich nicht klein halten lassen, und sich ggf. dahinter verstecken.
Jasmin Rauhaus M.A. (Ur- und Frühgeschichte)
Archäologie - Kommunikation - Gesellschaft

Benutzeravatar
Alexander Kisslinger
Beiträge: 2
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 17:43
Beruf / Arbeitsstelle: Student
Bundesland: Bayern
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Alexander Kisslinger » Mi 5. Apr 2017, 13:47

Möglicherweise wurde ich hier ein wenig falsch verstanden oder habe mich teilweise nicht deutlich genug ausgedrückt.
Ich unterstütze sehr wohl den Gedanken an einen Berufsverband in der Archäologie und auch die aktive Teilnahme von Studierenden (wäre dem nicht so würde ich mich hier wohl kaum einbringen).
Dennoch verbleibe ich bei meinem Punkt. Schöner zu Wort gebracht hat ihn jedoch möglicherweise Jens M. Barke:
Es wird sicher nicht möglich sein frische Student*innen als qualitätsgeprüfte Mitglieder aufzunehmen, aber das gute Beispiel CIfA hat auch für "students" einen Platz.
Der von mir genannte Punkt der Seriösität, der wohl für etwas mehr Unruhe als erwartet gesorgt hat, zielte ebenfalls auf den Punkt der vollwertigen Mitgliedschaft ab. Tatsächlich stellt sich für mich nicht die Frage, ob Studierende etc. Mitglieder sein sollten, sondern unter welchen Konditionen. Meine Sorge besteht darin, dass bei einer Häufung studentischer Vollmitglieder der Sinn des möglichen BVs von außen missverstanden werden könnte. Studierendeninteressenvertretungen gibt es m.M.n. bereits zur Genüge.

Ich hoffe meinen Standpunkt nun etwas klarer gemacht zu haben. ;)

Liebe Grüße
Alex
Student der LMU München
am Institut für Vor- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie
im 6. Fachsemester BA

Benutzeravatar
Sophie Rotermund
Moderator
Beiträge: 58
Registriert: Do 26. Jan 2017, 11:57
Beruf / Arbeitsstelle: Studierende
Bundesland: Hamburg
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Kontaktdaten:

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Sophie Rotermund » Mi 5. Apr 2017, 14:22

Lieber Alexander Kisslinger,
vielen Dank für deine Antwort und die erneute Darlegung und Richtigstellung!
Möglicherweise wurde ich hier ein wenig falsch verstanden oder habe mich teilweise nicht deutlich genug ausgedrückt.
Ich unterstütze sehr wohl den Gedanken an einen Berufsverband in der Archäologie und auch die aktive Teilnahme von Studierenden (wäre dem nicht so würde ich mich hier wohl kaum einbringen).
Dennoch verbleibe ich bei meinem Punkt. Schöner zu Wort gebracht hat ihn jedoch möglicherweise Jens M. Barke:
Es wird sicher nicht möglich sein frische Student*innen als qualitätsgeprüfte Mitglieder aufzunehmen, aber das gute Beispiel CIfA hat auch für "students" einen Platz.
Der von mir genannte Punkt der Seriösität, der wohl für etwas mehr Unruhe als erwartet gesorgt hat, zielte ebenfalls auf den Punkt der vollwertigen Mitgliedschaft ab. Tatsächlich stellt sich für mich nicht die Frage, ob Studierende etc. Mitglieder sein sollten, sondern unter welchen Konditionen. Meine Sorge besteht darin, dass bei einer Häufung studentischer Vollmitglieder der Sinn des möglichen BVs von außen missverstanden werden könnte. Studierendeninteressenvertretungen gibt es m.M.n. bereits zur Genüge.
Ich finde nicht, dass sich ein professionelles Verhalten in und über die Archäologie nur am akademischen Grad messen lassen kann.
Aber wir müssen hier auch nicht alle genau die gleiche Meinung vertreten ;)

Wie wäre deine Idee bzgl. der Konditionen?
Z.B. gemessen an einem Abschluß + "Prüfungsverfahren?"

Liebe Grüße,
Sophie

Philip_Lueth
Beiträge: 17
Registriert: Fr 27. Jan 2017, 05:53
Beruf / Arbeitsstelle: Selbstständiger
Bundesland: Schleswig-Holstein
Hat sich bedankt: 80 Mal
Danksagung erhalten: 92 Mal

Re: 1. Sind Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Volontäre Teil eines Berufsverbandes?

Beitragvon Philip_Lueth » Mi 5. Apr 2017, 15:05

Nach dem aktuellen Stand der Diskussion soll ein zukünftiger BV nicht nur studierten Archäologen, sondeen auch fachkundigen Personen (also ohnes Studienabschluss, aber mit nachgewiesener Fachkunde) offen stehen. Das umfasst meiner Meinung nach selbstverständlich auch Studierende. Sie verfügen qua Studium über die notwendige Sachkenntnis und streben aller Wahrscheinlichkeit nach auch eine beruflich Karriere im Bereich Archäologie an. Dass diese Gruppe Zugangg zum BV bekommen muss steht für mich außer Frage.


Zurück zu „Sektion IV (3. April ff.)“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast