Herzlich willkommen im Tagungsforum der DGUF! Unsere Vortagung endete zum 10. Juni. Alle Beiträge können weiterhin gelesen, aber nicht mehr kommentiert werden

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Die Zusammenfassungen zu den einzelnen Sektionen finden Sie hier: Zwischenergebnisse der Sektionen und Themen

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2. Ehrenamt und Citizen Science

In dieser Sektion geht es um "Meine Geschichte, meine Erfahrungen", um das Thema Ehrenamt und Citizen Science sowie um faire Löhne und faire Angebotspreise bei Firmen und Selbständigen.
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Philip_Lueth
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Re: Ehrenamt und Citizen Science

Beitragvon Philip_Lueth » Fr 10. Mär 2017, 17:47

Zu diesem Thema möchte ich nur zwei bundesweit bekannte Namen beitragen: Alfred Rust und Harm Paulsen.
Beide sind keine studierten Archäologen. Trotzdem kann keiner an der Fachkunde der beiden Personen zweifeln.
Abgesehen davon bin ich der Überzeugung, das die Aufnahme von ehrenamtlichen Archäologen einem Berufverband nur nützen kann. Zum einen ist es natürlich das weiter oben formulierte Masseargument.
Ich möchte dem aber eine weiteres Argument hinzufügen. Ein ehrenamtlich arbeitender ist nicht im gleichen Maße wie eine berufstätiger Archäologe von dem Wohl und Wehe der archäologischen "Community" abhängig. Das bedeute diese Personengruppe ist in der Lage sehr viel unbefangener Probleme und Mißstände anzusprechen. In diesem Sinnen sollte ein Berufsverband nicht nur für Ehrenamtliche offen stehen, sondern es sollte dort auch ein tragendes Mitspracherecht eingeräumt werden.

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DGUF ehrt Citizen Scientist

Beitragvon Frank Siegmund » Sa 11. Mär 2017, 07:29

Als DGUFianer muss ich zu Harm Paulsen dann doch ergänzen: http://www.dguf.de/133.html DGUF hat hier einen Prominenten Citizen Scientist demonstrativ als wichtigen Teil der Archäologie ausgezeichnet, mit dem Deutschen Archäologiepreis 2011.

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Zwischenergebnisse von Sektion II Thema 2 (Debatte seit 6. 3. 2017, Arbeitsstand 31. 3. 2017)

Beitragvon Diane Scherzler » Fr 31. Mär 2017, 13:36

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir haben den Zwischenstand der Diskussion vom 6.-31.3. dort zusammengefasst: https://www.tagungsforum.dguf.de/viewto ... &t=93#p978 Auf die weitere Debatte hier in diesem Thema freuen wir uns!


Mit herzlichen Grüßen
Diane Scherzler

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Schließung des Threads zum 08.April

Beitragvon Michaela Schauer » Mi 5. Apr 2017, 11:23

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
Am Samstag, dem 8. April werden wir die ersten Sektionen schließen, weil diese Debatten unseres Erachtens vorläufig fertig sind.
Dies betrifft neben den Sektionen I.1; I.2; III.1; III.2 auch diesen Thread.
Wer an dieser Stelle zu Sektion II.2 noch etwas beitragen möchte, möge dies bitte bis Freitag, 7. April (abends) gerne tun.

Eine Zusammenfassung dieses Threads findet sich unter https://www.tagungsforum.dguf.de/viewto ... &t=93#p978

Beste Grüße

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Re: 2. Ehrenamt und Citizen Science

Beitragvon Sophie Rotermund » Mi 5. Apr 2017, 11:59

Ein kleiner Nachtrag,

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt furchtbar unbeliebt mache.

Mir ist folgendes aufgefallen:

Es gibt ganz gewaltige Unterschiede in der Ausbildung Ehrenamtlicher, die in Kooperation mit den Landesämtern stehen.
Es gibt wirklich tolle Programme, bei denen sowohl Epochen Schulungen angeboten werden, sowie Umgang mit dem Dektor und Verhalten auf Grabungen und die Ehrenamtlichen wirklich toll geschult werden und es große Freude bringt mit diesen zusammenzuarbeiten!

Aber (Achtung komplett subjetiv!!!!) es gibt auch andere Fälle.
Wie wäre es, wenn ein Arbeistbereich eines BVs mit Einbezug von Ehrenamtlichen sich mit der Prüfung von Schulungsangeboten beschäftigen würde und eine Art Leidfaden/idee entwickeln könnte?

So, nun dürfen alle schimpfen und sagen, dass ich vollkommen Unrecht habe ;)

Liebe Grüße,
Sophie

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Re: 2. Ehrenamt und Citizen Science

Beitragvon raykarl » Mi 5. Apr 2017, 12:13

Hi,
Wie wäre es, wenn ein Arbeistbereich eines BVs mit Einbezug von Ehrenamtlichen sich mit der Prüfung von Schulungsangeboten beschäftigen würde und eine Art Leidfaden/idee entwickeln könnte?
So, nun dürfen alle schimpfen und sagen, dass ich vollkommen Unrecht habe ;)
Also ich schimpfe nicht, sondern sage vielmehr, dass der österreichische Verein ArchaeoPublica derzeit (mit Zustimmung des geistigen Eigentümers) an der Erstellung einer deutschen Variante des 'Archaeology Skills Passport' von BAJR/David Connolly arbeitet (siehe hier: http://www.archaeologyskills.co.uk/), der etwa diesen Sinn hat, aber in gewissem Sinn noch viel mehr kann. Wenn man ihn 'nur' für Ehrenamtliche verwenden wollte, müsste man den Skills Passport vielleicht sogar um das eine oder andere erweitern, wie z.B. spezifisch zur Materialkunde, der Verwendung eines Metallsuchgeräts, der Planung und Ausführung eines Surveys, etc. Wir von ArchaeoPublica glauben, dass ein echter Bedarf für so etwas wenigstens in Österreich, aber mutmaßlich im ganzen deutschen Sprachraum besteht (und nur am Rande bemerkt, der Skills Passport wird auch von CIfA unterstützt, wäre also ein gutes Beispiel dafür, dass genau so etwas entweder eine unmittelbare Aufgabe einer fachlichen Qualitätssicherungseinrichtung sein oder wenigstens von einer solchen mitgetragen werden könnte).
Wir wissen natürlich noch nicht, wann der deutschsprachige 'Pass' (wie auch immer er im Endeffekt heißen wird) fertig sein wird, hoffen aber doch, dass es nicht mehr als ein paar Monate dauern wird, bis er verfügbar wird - und dann gleich einen wenigstens in Österreich und im UK einsetzbaren 'transnationalen' Kompetenznachweis darstellt (weil die einzelnen Kompetenzbereiche sind mit Codenummern definiert, die in jeder Sprache gleich sind, d.h. selbst wenn man den Text im Ausland nicht lesen kann, kann man dennoch bestimmen, was der 'Passträger' kann und was nicht...).

Liebe Grüße,

Ray
Prof. PD Mag.Dr. Raimund KARL FSA FSAScot MCIfA
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Re: 2. Ehrenamt und Citizen Science

Beitragvon Philip_Lueth » Mi 5. Apr 2017, 14:57

Lieber Herr Karl liebe Sophie,
ich finde es hochinteressant, dass es in Östereiche Bestrebungen gibt, solche Lehrgänge auszuarbeiten.
Etwas ähnliches sollte in Deutschland aus passieren. England kan da auf allen Ebenen ein gutes Beispiel sein. Wenn wir denn bereit sind, auch unstudierte Archäologen oder "Laien" aufzunehmen sollte der BV in jedem Fall auch die Möglichkeit bieten sich entsprechend zu qualifizieren.

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Re: 2. Ehrenamt und Citizen Science

Beitragvon raykarl » Mi 5. Apr 2017, 15:24

Lieber Philip,

(ich erlaube mir das und ersuche im Gegenzug auch darum, falls es unerwünscht ist entschuldige ich mich im Voraus und ersuche um entsprechende Mitteilung),
ich finde es hochinteressant, dass es in Östereiche Bestrebungen gibt, solche Lehrgänge auszuarbeiten.
Nicht nur Bestrebungen, die ersten Schritte zur Umsetzung finden auch schon statt. So veranstaltet ArchaeoPublica (gemeinsam mit Kollegin Mayer vom BayLfD, die und deren Feldbegehungskurs für Ehrenamtliche wir schamlos borgen) diesen Freitag und Samstag in Linz einen 'Workshop' (= Kurs) zur Feldbegehung, verbunden mit einem recht bald danach geplanten praktischen Lehrgang im Feld selbst. Informationen finden sich hier: http://www.archaeopublica.eu/wp-content ... ogramm.pdf. Ich habe dabei das zweifelhafte Vergnügen, die Rechtslage in Österreich darzustellen, arbeite dafür auch gerade an der Powerpoint und fliege deshalb morgen nach Österreich (und man kann sich jetzt die interessante Frage stellen, weshalb dafür ich aus dem UK einfliegen muss und ob es in Österreich niemanden gibt, der das Thema abdecken könnte... ;)).
Etwas ähnliches sollte in Deutschland aus passieren. England kan da auf allen Ebenen ein gutes Beispiel sein. Wenn wir denn bereit sind, auch unstudierte Archäologen oder "Laien" aufzunehmen sollte der BV in jedem Fall auch die Möglichkeit bieten sich entsprechend zu qualifizieren.
Natürlich kann auch da England als Beispiel herhalten, aber gerade in der Beziehung muss man wirklich nicht auf die Insel schauen: es gibt in Deutschland selbst schon ausgezeichnete Programme dafür; und man kann durchaus argumentieren, dass (wenigstens) die (guten) 'deutschen' Kurse wenigstens so gut, wenn nicht besser sind als irgendwas, was sich im UK in dieser Hinsicht finden lässt.

Wir 'borgen' uns eben die Expertise unserer bayerischen Nachbarn aus. Meinen Quellen zufolge soll auch der Kurs in Schleswig-Holstein sehr gut sein, von dem könnte man sich also vielleicht auch ein Scheiberl abschneiden (und wer weiß, vielleicht borgen wir uns auch Mal eine/n der KollegInnen aus S-H für einen 'geborgten' österreichischen Kurs aus). Schaut man sich also ein bisserl um, lässt sich da sicher auch in Deutschland selbst rasch etwas finden, was man 'nationalisieren' und überall anbieten könnte, halt jeweils mit 'lokalen' Variationen z.B. in der Materialkunde, der Rechtslage, etc. Oder gleich einen kürzeren, jeweils 'lokalen', und einen etwas längeren und umfassenderen 'nationalen' Kurs entwickeln, falls es Ehrenamtliche gibt, die nicht nur auf ein BL beschränkt sein wollen oder - weil sie in einem Dreiländereck wohnen - drei 'lokale' Kurse absolvieren müssten, um nicht durch innerdeutsche Grenzen beschränkt zu sein. Z.B. unterscheidet sich die Rechtslage in allen 16 BL (und Österreich) wie schon gesagt nicht so wesentlich voneinander, dass man das nicht in einem Aufwaschen erledigen könnte...

Liebe Grüße,

Ray
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Re: 2. Ehrenamt und Citizen Science

Beitragvon Pascal Geiger » Do 6. Apr 2017, 01:08

Es gibt ganz gewaltige Unterschiede in der Ausbildung Ehrenamtlicher, die in Kooperation mit den Landesämtern stehen.
Es gibt wirklich tolle Programme, bei denen sowohl Epochen Schulungen angeboten werden, sowie Umgang mit dem Dektor und Verhalten auf Grabungen und die Ehrenamtlichen wirklich toll geschult werden und es große Freude bringt mit diesen zusammenzuarbeiten!

Aber (Achtung komplett subjetiv!!!!) es gibt auch andere Fälle.

So, nun dürfen alle schimpfen und sagen, dass ich vollkommen Unrecht habe ;)
Nein, liebe Sophie, da gebe ich Dir vollkommen Recht - und als Ehrenamtlicher kann ich davon ein Liedchen singen. Es fällt mir bei diesem Beitrag erheblich schwer nicht den Rahmen zu sprengen und die Fassung zu wahren, denn darüber rege ich mich in vielerlei Punkten schon lange auf.

Nunja. Ja, die Unterschiede gehen teils weit auseinander. So wird in dem einen Bundesland(S-H) ein Seminar für eine Genehmigung vorausgesetzt, in dem anderen Bundesland hingegen bekommt man diese nach einem kurzen Gespräch(NRW). Wiederum im nächsten Bundesland gilt das Seminar als Voraussetzung, jedoch findet es kaum statt, da kein Personal verfügbar gemacht wird (Hessen). Etwaige Alternativlösungen, falls Seminare ausfallen, sind oftmals nicht praktikabel. Über die Qualitätsunterschiede der Seminare selbst kann ich wenig sagen.

Ich sehe das so: Seminare gerne. Diese müssen aber unbedingt sehr regelmäßig stattfinden, denn andernfalls riskiert man, dass etwaige Interessenten, d.h. Einsteiger im Sondengehen z.B., zunächst illegal laufen und anschließend keine Genehmigung mehr beantragen. Das ist der Grund, warum man in NRW keine Schulungen anbietet, da es hierfür an Personal mangeln würde und man lieber eine Genehmigung erteilt und damit zumindest ein Gespräch und eine gewisse Kooperationsgrundlage hat, im Gegensatz zu etlichen ausfallenden Seminaren und damit verärgerten Sondengängern, die anschließend lieber illegal laufen (und dementsprechend nichts melden), statt ewig zu warten.

Ein Berufsverband müsste daher entweder überhaupt erstmal fordern, dass Seminare regelmäßig angeboten und gefordert werden oder aber selber welche anbieten. Mir persönlich gefällt die letzte Variante besser, da es hier um ein Erhebliches einfacher ist sich auf einen (variablen) Standard zu verständigen, als zwischen den jeweiligen LDAs...
Also ich schimpfe nicht, sondern sage vielmehr, dass der österreichische Verein ArchaeoPublica derzeit (mit Zustimmung des geistigen Eigentümers) an der Erstellung einer deutschen Variante des 'Archaeology Skills Passport' von BAJR/David Connolly arbeitet
Sehr coole Sache! Wir (Bergische Historiker) haben ebenfalls ein ähnliches Großprojekt in Arbeit. Hier soll ein Seminar auf Basis eines Wiki + Prüfung stattfinden. Es wird sich damit aber um eine freiwillige Qualifizierung handeln. Das Wiki wird auch viele Video-Tutorials enthalten. Derzeit arbeiten wir an Tutorials zum Thema GIS, CAD und Vermessung und Konservierung von Funden mit unserem befreundeten Archäologen. Mit sehr viel Glück wird es dazu auch einen Workshop im Sommer geben. Ich denke aber, dass wir mit dem Großprojekt erst Ende des Jahres mit allem fertig sind. Das nur mal am Rande...
Last edited by Diane Scherzler on Do 6. Apr 2017, 09:05, edited 1 time in total.
Grund: Zitation korrigiert.

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Re: 2. Ehrenamt und Citizen Science

Beitragvon Philip_Lueth » Do 6. Apr 2017, 09:37

Lieber Ray, lieber Pascal,
(auch ich erlaube ich mal das generelle Du).
Mir wäre es neu, dass es in Deutschland eine klar strukturiertes, graduelles Fortbildungssystem gäbe, dass die Qualifizierung nicht studierte zum Ziel hat. Der Workshop in S-H ist da ein guter Anfang, aber eben auch nur ein Anfang. Mittlerweile verzichtet man hier sogar auf Werbung für diesen Kurs, weil der Andrang so groß ist.
Weitere Kurse finden regelmäßig zum Thema Unterwasserarchäologie statt. Auch hier ist der Andrang sehr groß. Das einzige graduelle System nach Vorgaben der NAS wird aber ausschließlich von der DEGUWA angeboten. Diese Kurse finden dann allerdings nicht in Deutschland, sondern meist am Mittelmeer statt und sind mit erheblichen Kosten verbunden.
Ich selbst bin gerade dabei hier (in Abstimmung mit dem Landesamt) Kurse zu entwickeln, die dann an Museen angeboten werden können. Ich hätte großes Interesse in dieser Richtung weiter zu arbeiten, denn von den Landeämtern sind solche regelmäßigen Ausbildungsveranstaltungen zeitlich und personell wahrscheinlich nicht zu stemmen.


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