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2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

In dieser Sektion diskutieren wir allgemein über das Thema "Berufsverband für die Archäologie": Braucht die deutsche Archäologie einen Berufsverband? Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?
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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon MaryJane » Mi 5. Apr 2017, 18:41

Jungs, ist auch mal gut jetzt. Können wir mal alle davon ausgehen, dass wir mehrheitlich total engagiert was Sinnvolles tun? Dass die "Altverbände" für die aktuellen Probleme auf dem archäologischen Arbeitsmarkt keine zügigen Lösungen liefern werden, und ein Berufsverband irgend einer Art eine prima Idee, wenn auch nicht "mal eben" und leicht umzusetzen wäre, scheint ja soweit unstrittig.
Wenn Du willst, was Du noch nie hattest, dann tue, was Du noch nie getan hast.

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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon Jadzia Dachs » Mi 5. Apr 2017, 19:49

Lieber Herr Schöbel,

wenn wir Petitionen auflegen können und alle mitmachen, ist das schonmal super! Es kann aber auch passieren, dass wir vielleicht auch mal eine 'freche' Forderung an die Politik stellen, mit der nicht jeder einverstanden ist. Dann wird u.U. unser Vorhaben blockiert. Daher müssen wir auch unabhängig agieren können. Wobei wir das sicherlich im Fall von Petitionen auch tun werden. ;)

Zur Qualitätssicherung hier nur noch kurz ein stark vereinfachter Vergleich: wenn jemand Schokolade kauft und auf der Packung steht 'bio' drauf, dann weiß derjenige, dass die Kakaobohnen ökologisch angebaut wurden. Und vielleicht bekommt diese Schokolade sogar ein 'Ökotest sehr gut'. Das ist prima, sagt aber nichts darüber aus, wie es den Bauern auf den Plantagen geht. Müssen ihre ältesten drei Kinder auch schon auf der Plantage mitarbeiten, damit das Jüngste nicht verhungern muss? Oder können sie ihre acht Kinder ernähren und zur Schule schicken? Dafür braucht die Schokolade dann ein Fairtrade-Siegel! Ich finde man kann das vereinfacht mit 'unserer' Qualitätssicherung gut vergleichen. Die Verbände leisten wie auch einige Organisationen für Biozertifizierungen sehr gute Arbeit. Es muss aber auch eine davon unabhängige Qualitätssicherung geben, die andere Aspekte archäologischer Tätigkeiten berücksichtigt, die bisher noch wenig Beachtung fanden.

In diesem Sinne möchte ich kurz noch Mary Jane zitieren:
Wenn es gemeinsam geht - schön. Und wenn es gemeinsam nicht in Gang kommt - machen wir mal trotzdem.
;)


Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend,
Dax

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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon Schöbel » Mi 5. Apr 2017, 21:48

Lieber Kollege Karl,
es macht ja richtig Spass, sich mit Ihnen zu streiten. Aber Sie wiederholen sich langsam auch.
Also wir vereinbaren jetzt, das wir nicht die arrivierten Säcke sind, die nichts auf die Reihe kriegen, fachintern und qualitätssichernd, nur bellen und nicht beissen und Sie nicht die Robin Hoods, die mit ihren Piken, und Zähnen, die vermeintlich Mächtigen piesacken müssen, damit endlich etwas nach vorne geht. Hony soit.. Top.
Dann gehe ich jetzt in die nächste Runde. Die Moderatorinnen mögen dies entschuldigen.
Dann brauchen wir etwas Neues.
Sie brauchen, wenn Sie keine Gewerkschaften favorisieren, eine Geschäftsstelle für einen Berufsverband. Ehrenamtlich und nebenher kann das eine kleine Gruppe nicht leisten. Das sehen Sie richtig. Wir sind nicht der Hartmannbund und nicht die Vereinigung Cockpit, haben aber in 3-4 Ländern auf vielen Feldern viel zu leisten und vor allem neu aufzubauen. Unsere Mitglieder sind nicht reich und erhalten oft wie wir gesehen haben nur Mindestlohn. Ich schlage dennoch vor, eine solche einzurichten. Zwei halbe Stellen und eine bis ein- zwei Hilfskräfte sowie ein Büro. Jeder braucht mal Urlaub. Sachmittel, Reisemittel, Personal. Ich überschlage das mal auf 2 Jahre, und das ist m.E. der Mindesteinsatz:

2 Projektmitarbeiterinnen
TV-L E 13, 50 %, 61.800 Euro
TV-L E 13, 50 %, 61.800 Euro

1 Projektmitarbeiter(Sekretariat, Assistenz ) á 40 Stunden/Monat 14.150 Euro

Zwischensumme Personal : 137.750

Sachmittel

Für Veranstaltungen, Büroausstattung,Grafik, Flyer, Print, Reisekosten, Referenten, Miete Büro zwei Jahre 34.000 Euro

elektronische Kommunikationsgeräte, Technik, Server, Ausrüstungen 24.000 Euro

Zwischensumme Sachmittel 58.000 Euro

Insgesamt ca. 195.000 Euro

Dies müssten wir durch Spenden, Mitgliedsbeiträge oder öffentliche Mittel herbeischaffen, um einen guten Start hinzulegen, in welcher Kooperation auch immer, um nach einem start-up nach 2 Jahren die ersten guten Ergebnisse erzielen zu können.

Das ist meine Einschätzung. Darunter werden Sie keine Effektivität erzielen können.Sie müssen ein Netzwerk aufbauen, müssen Kontakte entwickeln. Rückwärts gerechnet brauchen Sie dafür etwa 500 bis 1000 zahlende Mitglieder für dieses angedachte archäologische Berufsverbandunternehmen (Dies wurde schon an anderer Stelle durch Kollegen Siegmund im Forum vorgetragen).

Ich bin gerne bereit, den Teil meiner Machtstrukturen und Aufgaben (welche eigentlich ?) wie gefordert eines stellvertretenden Vorsitzenden des WSVA an diese Geschäftsstelle abzugeben und damit (hoffentlich bald) das angesprochene Qualitäsdebakel in der Archäologie zu beenden. Das meine ich ehrlich. Und ich bin sicher, dass viele einen solchen schlagkräftigen Verband unterstützen würden. Doch hier sehe ich noch kein Land und bin nicht so optimistisch wie Sie, lasse mich aber jederzeit durch Erfolge überzeugen. Deswegen bin ich ganz froh, dass der Preussische Kulturbesitz (DVA) oder das Reiss-Engelhornmuseum Mannheim (WSVA) Schleswig Holstein usw. in den anderen Verbänden hier mit Personal und Stellen zumindest interimistisch aushelfen, solange Vorsitzende von dort kommen, um eine Vertretung im Rahmen eines DVA aufrechtzuerhalten. Wir schaffen es nicht durch eigene Mitgliedsbeiträge so etwas zu kompensieren. Dafür ist die Archäologie und sind die Verbände leider noch zu klein und auch anscheinend leider auch zu unbedeutend. Hier besteht ein gesellschaftliches Problem. Kaum jemand gibt Geld für so eine Vertretungsstruktur aus. Aber wir können es ja versuchen.
Noch etwas zum Leistungsmarathon, den jeder für die Sache einbringt. Sie stehen hier nicht alleine. Ich gehe eigentlich ungern auf die persönliche Ebene und bleibe lieber in diesem Forum auf der Sachebene, ist ja jetzt versprochen. Die DGUF Spitze und alle hier tätigen Freiwilligen in der Forumspflege leisten aber Großes und treiben die Archäologie voran. Bei mir war der Tag vom Bodensee nach Berlin und zurück gestern 21 Stunden lang, muss auch nachgearbeitet werden. Es war ein internes, qualitätssicherndes Thema, das mich mit Vertretern der Geschäftsstelle des DVA, den Kollegen der Vorderasiatik, Christlichen Archäologie, Freien Uni, Klassischen Archäologie im Thema Schule im Rahmen eines Ausschusses zusammenbrachte. Ich bin nicht der Meinung, dass hier ein Antrag auf Ausschuss, zu einem Ausschuss, der rumsitzt und beschließt, um dann dem Vorstand einen Vorschlag zu machen, der dann empfiehlt und wieder nur anregt und nichts erreicht - arbeitet. Sonst würden wir das in diesem zentralen Thema nicht zusammen machen. So ein zentral wichtiges qualitätssicherndes Thema gegenüber den Kultusbehörden in 16 Ländern nach innen für die Museen, Universitäten, Ämter und die Interdisziplinarität und auch eine erfolgreiche Public Archaeology zu bewegen, dass wäre doch aber auch eine tolle Aufgabe für den neuen Berufsverband und die neue Geschäftsstelle nach Ihrer jetzt mehrfach vorgetragenen Diktion. Wir alle hätten mehr Freizeit, mehr Stellen in der Pädagogik für die Studierenden wären gesichert, die Schüler kämen wieder mehr in das Museum, die ausserschulischen Lernorte, Ausgrabungen, Labore wären eingebunden. Und in 10 - 20 Jahren hätten wir auch wieder mehr Politiker, die unsere 3 Aufgabenfelder mehr unterstützen würden, weil sie die Wertigkeit der Archäologie besser vermittelt bekommen hätten. Diese Baustelle und beharrende Interessensvertretung gehört genauso in einen Berufsverband wie das Thema prekärer Beschäftigungen und, und... Ich zähle jetzt nicht auf, was dann in Hitzacker, Leipzig, Düsseldorf, München alles noch passieren müsste.

Wann startet die Geschäftsstelle, wie machen wir das Budget und die Personalausstattung, wo kommt sie hin und wer gründet den neuen Verband?

lg

Gunter Schöbel

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Zwischenfrage zum Aspekt Petitionen

Beitragvon Diane Scherzler » Mi 5. Apr 2017, 21:50

Liebe Dax, lieber alter Mann,

ich kapiere das mit den Petitionen, die Sie wiederholt anführen, überhaupt nicht. Als DGUF haben wir, beispielsweise, im Jahr 2013 eine Petition gemacht, als alle Landesmittel für die Denkmalpflege in NRW gestrichen werden sollten. Dafür haben wir uns sehr, sehr krumm gelegt, dass möglichst viele Menschen die Petition unterschreiben, wir haben drumherum sehr viel informiert, und am Schluss haben wir die Petition mit ihren 27.000 Unterzeichnungen sowie ein Bündel an Forderungen, Vorschlägen und Fakten an die Politik gegeben. Das ist für mich eine Petition. Ich stolpere da und mit dem Folgenden vielleicht über meine eigene Begriffsstutzigkeit. Bitte korrigieren Sie mich also ggf.unbedingt.

Ein Berufsverband soll unter seinen Mitgliedern eine Petition abstimmen, schreiben Sie. Heißt das für Sie, er fragt die Mitglieder, ob sie eine Petition dieses und jenes Inhalts machen wollen? Dann gibt es dazu ein Ja oder Nein, dann geht das - zu welchem Zweck? Weitergabe? Entscheidung? - an den DVA, dann wird alles Marke Schneeball weitergerollt, und am Schluss hat so ungefähr jeder unterschrieben. Und dann? Wieso soll das für was gut sein? Eine Petition geht an einen Entscheider (Person, Gremium, Partei etc.) außerhalb des Bereichs derer, die direkt betroffen sind. Sie sagen dann noch kurz, die Petitionen gingen dann an die Politik. Für mich ist zunächst die Frage, ob "die Politik" immer der richtige Adressat für eine Petition ist. Vieles ist überhaupt nicht Sache der Politik. Die schicken Ihnen das mit einem großen Fragezeichen zurück. Eine Petition an Investoren zu machen ... hm, ja, klar, kann man wohl auch.

Petitionen durchzuführen, ist eine Heidenarbeit. Ich darf sagen, dass ich das weiß, weil ich mitverantwortlich für o. g. Petition zu NRW war. Sie zu erstellen und mit "bitte unterschreibt" herumzuschicken, ist ca. 2% der Arbeit. Ich würde schätzen: 1 Person ein halbes Jahr Vollzeit, wenn viele Kollegen helfen - das ist das erforderliche Arbeitsvolumen für eine seriöse Petition, die wirklich die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg in sich trägt. Das ist das Eine. Wer soll das konkret stemmen?
Bitte bedenken Sie außerdem, dass Petitionen mit (den immer gleichen) 500 bis 5.000 Unterzeichnern nicht nur null bewirken und Arbeit vergeuden, sondern sie können in höchstem Maße schädlich sein, denn sie spielen dem Gegenüber in die Hand: "Die wenigen Unterzeichner haben gezeigt, dass das Thema niemanden interessiert." Oder sie werden zur Lachnummer: "Ach, der Fritz und der Franz haben auch mal wieder unterschrieben."

Bei NRW haben wir damals als ein starkes Gegenargument der Nicht-Unterzeichner gehört: "Klar, jetzt kommen die Archäologen aus ihren Löchern und jammern herum, wo es ihnen an ihre Jobs und an ihren Geldbeutel geht. Vorher immer schick Elfenbeinturm und Regelungen erlassen, und jetzt sollen wir helfen. Nein." Themen rund um das Wohl des eigenen Berufs haben es schwer. Ich spreche hier von Bürgern, denn die zu Unterzeichnern einer Petition zu machen, ist zentral. Dass Archäologen für das Wohl des Berufs Archäologie unterschreiben, ist so gewöhnlich wie das Amen in der Kirche.

Das Andere rund um Petitionen ist, dass heute für jeden Kaugummi-Automaten, der irgendwo abgeschraubt werden soll, eine Petition gestartet wird. Das ist wie eine Pressemeldung zu verfassen: an sich ne gute Idee, aber auf die kommen Myriaden anderer Leute auch. Die 98% der Arbeit gehen also z. B. dafür drauf, warum die eigene Petition wichtiger ist als andere anderen. Nein, nein, nicht für uns, sondern für den Empfänger, der daneben z. B. auch was über Naturschutzgebiete oder Industrieprojekte erhält. Wir wurden 2013 z. B. von der Politik völlig zu recht gefragt, wie sie den Bürgern NRWs erklären soll, dass sie Geld aus einem knappen Topf nicht für die dringend nötige Sanierung von Autobahnen ausgeben soll, sondern für Ausgrabungen (beides war/ist in NRW im selben Topf verortet). Ja, dann hat man wenige Tage für eine Top-Antwort.

Daher meine Frage: Verstehen wir unter einer Petition dasselbe? Falls ja: Wer soll das in einem BV machen? Und warum stehen nach Ihrer Meinung Aufwand und Nutzen in einem guten Verhältnis zueinander?


Herzliche Grüße
Diane Scherzler


PS: übrigens, liebe Kollegen: Der DAV ist der Deutsche Alpenverein! Schreibt unseren Dachverband DVA doch mal bitte richtig!

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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon falknaeth » Mi 5. Apr 2017, 22:43

Guten Abend Herr Schöbel,
das Stichwort "Netzwerk", dass Sie erwähnen, finde ich im Sinne einer Initialzündung ziemlich interessant: Wenn man zunächst davon ausgeht, dass es für eine soziale und fachliche Qualitätssicherung durch einen BV o.ä. einer gründlichen Netzwerkarbeit bedarf, um die unterschiedlichen Positionen innerhalb des archäologischen Berufsfeldes auszuloten, zu evaluieren und in passende Strukturen umzusetzen, benötigt man in der Tat eine Geschäftsstelle - oder eben ein Netzwerkbüro. Dieses könnte eigenständig als Gesellschaft in irgendeiner Form agieren, zum Aufbau einer solchen könnte u. a. eine der zahlreichen Spin-Off-Förderungen genutzt werden, z.B.:

http://www.exist.de/DE/Home/inhalt.html

Kurz gesagt: Es gibt durchaus Finanzierungsmöglichkeiten, zumindest sobald man die"Kommerziellen" einbindet.... Aber das greift nun deutlich vor... puh... immer mal langsam...
"Größtmöglicher Erfolg oder eine vernünftige Alternative!" (Hägar der Schreckliche)

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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon Schöbel » Mi 5. Apr 2017, 22:53

Wege gibt es sicher. Und ein Archäologie-affiner Mensch könnte helfen. Suchen müsste man allerdings.

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Re: Zwischenfrage zum Aspekt Petitionen

Beitragvon Jadzia Dachs » Mi 5. Apr 2017, 23:32

ich kapiere das mit den Petitionen, die Sie wiederholt anführen, überhaupt nicht.
Liebe Diane Scherzler,

die Petitionen waren eher als Beispiel gemeint. Mir ging es dabei eigentlich eher um die Kommunikation zwischen dem BV und dem DVA (diesmal korrigierte Autokorrektur! :lol: ). Statt Petitionen können das ja auch andere Mittel sein, die der BV nutzt. Aber klar, wenn der Aufwand für eine Petition zu hoch ist bei geringer Chance auf Nutzen hat der alte Curzon ins Klo gegriffen.


Herzliche Grüße,
Dax

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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon raykarl » Do 6. Apr 2017, 05:29

Lieber Kollege Schöbel,
Insgesamt ca. 195.000 Euro
Dies müssten wir durch Spenden, Mitgliedsbeiträge oder öffentliche Mittel herbeischaffen, um einen guten Start hinzulegen, in welcher Kooperation auch immer, um nach einem start-up nach 2 Jahren die ersten guten Ergebnisse erzielen zu können.
Ich spende gerne zum Start etwas. Was weiß ich, sagen wir etwa ein Monatsgehalt; oder noch besser € 5.000, dann ist es eine runde Summe, und wir brauchen nur noch 38 gleich hohe Spendenzusagen, um das von Ihnen sehr schön vorgerechnete Startkapital für die ersten beiden Jahre zusammen zu bekommen....

Liebe Grüße,

Ray
Prof. PD Mag.Dr. Raimund KARL FSA FSAScot MCIfA
Professor of Archaeology and Heritage
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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon Schöbel » Do 6. Apr 2017, 21:56

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Es ist für 24 Stunden still geworden.
Ist damit die Phase der konstruktiven Unzufriedenheit beendet?
Kümmert sich das Forum jetzt weiter zunächst um die Defizite (was eher kennzeichnend Deutsch, aber auch wichtig wäre)
- oder schon um die zu Verfügung stehenden Ressourcen? Ein halbes Jahr Arbeit für eine Petition (Kollegin Scherzler), ein Jahresurlaub (Kollege Karl), viel freiwillige Arbeit (die Forumsgestalterinnen), das macht nachdenklich. Was hat die Archäologie an power und wo ist sie zu moblisieren?

lg

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Re: 2. Gewerkschaft oder Berufsverband: was ist die angemessene Organisationsform?

Beitragvon falknaeth » Do 6. Apr 2017, 22:06

Guten Abend, Herr Schöbel. Wer weiß, "die Archäologie" ist vielfältig - und immer überraschend! ;)
"Größtmöglicher Erfolg oder eine vernünftige Alternative!" (Hägar der Schreckliche)


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